Die Harvard Professorin Teresa Amabile analysierte die täglichen Aktivitäten und Motivationsfaktoren von einigen Hundert Arbeitnehmern über mehrere Jahre hinweg. Das Resultat ihrer Analysen war: der größte Motivationsfaktor der Mitarbeiter war nicht eine externe Belohnung, sondern etwas ganz anderes. Nämlich Fortschritt in der eigenen Arbeit zu machen – dieses Gefühl zu haben, immer besser in etwas zu werden, das für einen wichtig ist. Selbst wenn es nur ganz geringe Fortschritte sind.
Die Studie analysierte fast 12.000 tägliche Journaleinträge, ebenso die tägliche Selbstbewertung der Mitarbeiter in Bezug auf ihre Motivation und Emotionen. An den Tagen, an denen die Mitarbeiter das Gefühl hatten Fortschritte in ihrer Arbeit zu machen, oder wenn sie dabei von anderen unterstützt wurden Hindernisse zu überwinden, waren ihre Emotionen am positivsten und ihr Verlangen erfolgreich zu sein am höchsten.
In Bezug auf Anerkennung durch Vorgesetze zeigten die Journaleinträge, dass das in der Tat die Mitarbeiter motiviert und ihre Stimmungslage verbessert. Führungskräfte sollten also Fortschritte wahrnehmen, selbst wenn sie nur sehr gering sind, und diese auch dem Mitarbeiter mitteilen. Natürlich muss es sich hierbei auch um reale Fortschritte handeln. Und da es nicht jeden Tag Fortschritte in der Arbeit gibt, kann es auch nicht jeden Tag Anerkennung durch die Vorgesetzten geben.
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